Allgemein, sparfundgrube.de

Berufsunfähigkeitsrente – das sollten Sie wissen

Möchte man Berufsunfähigkeitsrente beantragen, muss man sich zunächst darüber informieren, welche Behörden zuständig sind und bei welchem Träger der Antrag zu stellen ist.

Zuständig für die Berufsunfähigkeitsrente ist die Rentenversicherung des jeweiligen Bundeslandes, und zwar zunächst die Rentenversicherung, in die man zuletzt – als Arbeitnehmer – eingezahlt hat. Ein Antrag kann aber direkt bei den Kreisverwaltungen oder den Gemeindeverwaltungen gestellt werden. Er wird dann entsprechend weitergeleitet.
Um das Verfahren möglichst zu beschleunigen, sollten bereits bei der Antragstellung umfassende ärztliche Bescheinigungen, Gutachten und Atteste beigefügt werden.

Die Bearbeitung des Antrages kann etwas Zeit in Anspruch nehmen. Daher ist es empfehlenswert, für die ‘Überbrückungszeit’ Arbeitslosengeld bzw. Arbeitslosenhilfe beantragen. Diese Leistung steht auch Betroffenen zu, die vor der Erkrankung eine versicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt haben. Der Rentenantrag muss jedoch innerhalb eines Monats nach Beantragung der Leistungen des Arbeitsamtes gestellt werden. Bis er entsprochen wird, hat das Arbeitsamt trotz Arbeitsunfähigkeit Leistungen zu erbringen.

Wird der Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente abgelehnt, kann bei der ablehnenden Behörde innerhalb eines Monats ab Zustellung des Ablehnungsbescheids schriftlich Widerspruch eingelegt werden. Eine Begründung des Widerspruches ist nicht notwendig, aber aus Zweckmäßigkeitsgründen empfehlenswert. Sollte auch der Widerspruch abgelehnt werden, kann Klage beim zuständigen Sozialgericht erhoben werden.